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1. Einführung

norbraet edited this page Mar 5, 2025 · 1 revision

Hierbei handelt es sich um eine Konzept-Dokumentation für das Projekt “Memory” im Rahmen der Veranstaltung Mensch-Computer-Interaktion im Wintersemester 24/25. Ziel dieser Dokumentation ist es, die Idee, die technischen und konzeptionellen Grundlagen sowie die Interaktions- Mechaniken unseres Prototyps strukturiert darzustellen.

Zur besseren Lesbarkeit wird in dieser Abgabe das generische Maskulinum verwendet. Die in dieser Arbeit verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich – sofern nicht anders kenntlich gemacht – auf alle Geschlechter.

Ideenfindung

Unsere Inspiration stammt aus verschiedenen Projekten, die eine natürliche Interaktion mit Objekten ermöglichen und diesen eine fast lebendige Qualität verleihen. Besonders beeindruckt haben uns die Siftables des MIT Media Lab, das Projekt Pinokio-Pixar Lamp Brought to Life sowie die Porträts von Harry Potter-Filmen. Anfangs stand die Idee im Mittelpunkt, Erinnerungen auf eine neue Weise erlebbar zu machen – ihnen gewissermaßen Leben einzuhauchen und eine natürliche Interaktion mit ihnen zu ermöglichen. Wir wollten eine Möglichkeit schaffen, Erinnerungen nicht nur zu betrachten, sondern mit ihnen zu interagieren und ihre Bedeutung im Alltag präsenter zu machen. Daraus entstand das Konzept „Memory“, das Erinnerungen nicht nur statisch darstellt, sondern sie dynamisch verändert. Schnell wurde uns klar, dass ein Bilderrahmen das ideale Medium dafür ist: Er verkörpert Erinnerungen in visueller Form, steht oft an einem festen Platz im Raum und kann durch gezielte Interaktion auf den Nutzer reagieren.

Problemstellung

Bilderrahmen sind in der Regel statische Objekte, die in Haushalten an Wänden, auf Schreibtischen oder Kommoden platziert werden. Sie dienen oft als Erinnerung an eine Person, eine besondere Aktivität oder einen bestimmten Ort. Doch mit der Zeit verblassen diese Erinnerungen – nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch in ihrer emotionalen Wirkung auf den Betrachter. Das Problem liegt darin, dass klassische Bilderrahmen keine aktive Auseinandersetzung mit dem Inhalt fördern. Dadurch verlieren sie im Laufe der Zeit an Bedeutung und werden oft zu einem übersehenen Bestandteil der Inneneinrichtung. Um die emotionale Verbindung zu solchen Erinnerungen zu bewahren und zu verstärken, haben wir ein Konzept entwickelt, das durch gezielte Interaktionen eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Bild ermöglicht.

Zielsetzung

Das Ziel unseres Projekts ist es, eine neue Form der Interaktion mit Erinnerungen zu schaffen und die emotionale Verbindung zu ihnen zu stärken. Durch die dynamische Veränderung des Bildes soll der Nutzer dazu angeregt werden, sich bewusst mit der dargestellten Erinnerung auseinanderzusetzen. Der Bilderrahmen soll auf verschiedene Interaktionen reagieren und es ermöglichen, den Zustand des Bildes aktiv zu beeinflussen. So wird eine tiefere und nachhaltigere Auseinandersetzung mit der Erinnerung gefördert, anstatt unbemerkt in den Hintergrund zu treten. Durch die Verbindung von Technologie, Interaktion und Emotion soll “Memory” als emotionales Bindeglied zwischen Gegenwart und Vergangenheit fungieren und Erinnerungen auf eine neue, erlebbare Weise bewahren.

Zielgruppe & Einsatzbereich

Der Prototyp “Memory” wurde bewusst so gestaltet, dass er eine breite Zielgruppe anspricht und nicht auf bestimmte Nutzergruppen beschränkt ist. Durch ein universelles Design und eine intuitive Handhabung ermöglicht es Menschen unterschiedlichster Altersgruppen und Interessen, eine persönliche Verbindung zum Bild herzustellen. Dennoch richtet sich unser Konzept in erster Linie an Familien und Personen, die emotionale Erinnerungen intensiv erleben möchten. “Memory” eignet sich ideal für den Einsatz im privaten Wohnbereich – sei es als Blickfang im Wohnzimmer, als stiller Begleiter im Schlafzimmer oder als individuelles Geschenk mit hohem emotionalem Wert.

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